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An diesem Tag im Jahr 1965 um 17:16 Uhr kam es zu einem Stromausfall fast des gesamten Nordwestens der USA und Kanada.

Ein Fehler, der mehrere Tage zuvor vom Personal gemacht worden war, führte dazu, dass über 30 Millionen Menschen auf einer Fläche von mehr als 129.000 Quadratkilometern für bis zu 12 Stunden ohne Elektrizität waren. Die Ursache für diesen Blackout passierte einige Tage vorher. Wartungspersonal hatte aus Versehen das Distanzschutzrelais einer Hochspannungsleitung auf einen zu niedrigen Auslösewert eingestellt. Am 9. November war ein typischer kalter Herbstabend im Nordosten der USA und Kanadas.

Heizung, Licht, Kochgeräte – all das brachte das elektrische System an den Rand seiner Kapazität und belastete so den falsch eingestellten Distanzschutzrelais. Um 17:16 Uhr fiel eine der Hauptversorgungsleitungen zwischen Lewington, New York und Niagara, Ontario aus.

Dies führte dazu, dass benachbarte Leitungen stärker belastet wurden und nach und nach die Stromleitungen im Nordosten der USA und in Kanada zusammen brachen. Der große Stromausfall von 1965 legte den Nordosten lahm. Er geschah genau zur Rush Hour und legte große Teile von acht US-Bundesstaaten und Teile von Ostkanada in Dunkelheit.

Millionen von Pendlern verspäteten sich, 800.000 Menschen waren in der New Yorker U-Bahn gefangen, weitere Tausende saßen in Bürogebäuden fest, in Aufzügen und Zügen.

Im ganzen Nordosten schlossen die Theater an dem Abend und Büroangestellte suchten Zuflucht in Hotels. Der New York Times Square, der normalerweise eine Hochburg an Licht und Aktivität ist, lag in Dunkelheit. Insgesamt waren ungefähr 30 Millionen Menschen in acht Bundesstaaten und zwei kanadischen Provinzen betroffen.

In vielen Gegenden kam der Strom gegen Mitternacht zurück, aber es dauerte bis fast 7:00 Uhr, bis er in allen Regionen wieder da war.

Der Ausfall spornte Elektroingenieure dazu an, das Stromnetz zu überprüfen. Außerdem wurden Messungen gemacht, um einen ähnlichen Zwischenfall in Zukunft zu vermeiden. Es wurden Gremien gebildet, um Stromrichtlinien zu entwickeln, um Informationen zu teilen, neue Mess- und Überwachungsgeräte zu entwickeln, ebenso wie die Koordination zwischen den Stromanbietern zu verbessern.

Bild: © Everett Collection Inc / Alamy