Zurück

Im Volksmund unter „Fluch der Undine“ bekannt, ist das kongenitale zentrale Hypoventilationssyndrom eine seltene angeborene Krankheit des zentralen Nervensystems. Bis heute gibt es für sie keine Heilung und nicht selten endet sie tödlich. Die Störung wird in erster Linie durch einen Gendefekt hervorgerufen, der sich auf die Atemreflexe des Körpers auswirkt.

Ihr Name stammt aus der griechischen Mythologie, in der die Nymphe Undine ihren untreuen Ritter im Schlaf mit einem Kuss tötet. Und so ist es auch kein Zufall dass sich diese Krankheit, die den automatischen und unbewussten Atemreflex hemmt, im Schlaf tödlich auswirken kann.

Das Syndrom, das aber nicht nur die Atmung beeinträchtigen kann sondern auch die Funktion des Herzschlags und der Organe, wurde im Jahr 1970 erstmals beschrieben. Bislang haben nur 1.200 Menschen, bei denen diese Krankheit je diagnostiziert wurde, ihre ersten Lebensmonate überlebt.

Die Mexikanische Föderation für seltene Krankheiten (Federación Mexicana de Enfermedades Raras) geht davon aus, dass ungefähr eines von 200.000 neugeborenen Kindern an dieser Krankheit leidet. Sie wird vor allem durch Gendefekte ausgelöst, doch auch ein schweres Hirntrauma kann das Syndrom zur Folge haben. 

Bild: ©iStock.com/Grape_vein