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Viele glauben, dass wir die meisten Annehmlichkeiten unseres Lebens der modernen Welt verdanken. Vielmehr ist es aber so, dass viele Gegenstände und Einrichtungen schon Tausende von Jahren alt sind.

Sie wurden von fortschrittlichen Zivilisationen erfunden und veränderten das Leben auf der ganzen Welt. Hier finden Sie sieben nützliche Objekte, Ideen und Institutionen, die ihren Ursprung in der Antike haben.

Papier: Schon 3.000 v. Chr. entwickelten die Ägypter eine Technik, mit der sie Papier aus der Papyruspflanze herstellen konnten. Sie produzierten auch Füllfedern aus abgeschnittenen Schilfhalmen, die stabil genug waren, um damit auf dem Papier zu schreiben. Ruß gemischt mit Bienenwachs und pflanzlichem Kautschuk diente ihnen dabei als Tinte. Viele Papyrusseiten mit ägyptischen Hieroglyphen sind heute noch erhalten und lesbar, und das nach über 5.000 Jahren.

Augen-Make-up: Etwa 4.000 v. Chr. begannen die Ägypter, sich die Augen zu bemalen. Dazu mischten sie Ruß mit Galenit, einem Mineral mit bläulichem, grauem oder schwarzem Ton. Auf einigen antiken Malereien sieht man die Ägypter auch mit grünem Augen-Make-up. Diese Farbe erhielten sie, indem sie Galenit mit einem anderen Mineral mischten, dem Malachit.

Demokratie: Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Herrschaft des Volkes“. Das Wort und das Konzept wurden 507 v. Chr. von Kleisthenes, einem Politiker Athens eingeführt. Diese Staatsform bestand aus drei unterschiedlichen Institutionen: Der Ekklesia, die die Gesetze verfasste und über die Außenpolitik bestimmte; dem Bule, einem Rat von gewählten Repräsentanten, und den Dikasterien, einem Volksgericht.

Beton: Dieser überaus stabile Baustoff, auch bekannt unter dem Namen „Opus caementitium“, entstand vor über 2.100 Jahren. Durch dieses Material konnte der erste römische Kaiser Augustus unzählige architektonische Bauwerke errichten lassen. Ab 27 v. Chr. wurden damit Straßen, Brücken, Aquädukte und Gebäude gebaut. Zu den berühmtesten Bauwerken dieser Zeit gehören das Pantheon und das Kolosseum.

Tageszeitungen: Unter dem Namen „Acta Diurna“ (lat. Tagesgeschehen) erschienen um 131  v. Chr. schon die ersten Tageszeitungen. Diese informierten über politische und gesellschaftliche Ereignisse im antiken Rom und können als Prototypen des modernen Journalismus gesehen werden.

Schokolade: Sie wird aus den Früchten des Kakaobaumes gewonnen, der schon vor 3.000 Jahren von den Maya, Azteken und Tolteken angebaut wurde, Völker des antiken Mesoamerika. Im 16. Jahrhundert gelangte die Schokolade durch die spanischen Eroberer nach Europa.

Die Null: Dieses Zeichen erschien schon 300 v. Chr., als die antiken Babylonier das sumerische Zahlensystem  adaptierten. Unabhängig davon entwickelte das Volk der Maya die Zahl Null als Platzhalter um das Jahr 350. Die heutige Verwendung der Null ergab sich allerdings im siebten Jahrhundert in Indien. Der indische Astronom Brahmagupta entwickelte eigene Regeln, nach denen die Null in mathematischen Operationen und Gleichungen angewandt werden konnte.

Bild: © CC0 Public Domain, Pixabay.de